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Von der inneren Mitte


Baby Fotoshooting Ibbenbüren Fotograf

Bist du gerade in deiner inneren Mitte?


Heute bin ich zu Besuch bei Martje, einer und meiner damaligen Hebamme aus Hamburg Wilhelmsburg. In einer gewohnt einladenden und bunten Wohnung, so wie sie es selbst gar nicht wahrnimmt, sitzen wir auf gemütlichen Sesseln und trinken Tee.


Ich bin heute bei ihr, weil ich mit ihr über ihre Methoden, ihre Gedanken, ihre Erfahrungen sprechen möchte. Ich selbst habe das Gefühl, dass das, was sie den Menschen mit ihrem Tun schenkt, für uns alle sehr wertvoll sein kann.

Aber fangen wir doch ganz von vorne an.


Martje bietet uns Shiatsu, Yoga, Körper- und Traumatherapie, sowie eine Begleitung zur Stärkung der eigenen und äußeren Bindung, z.B. zum eigenen Baby, an.

Ich habe sie immer als durch du durch ruhig, zuversichtlich, besonnen, freundlich zugewandt und mit einer sanften und gleichzeitig kraftvollen Stärke empfunden. Wenn ich in meinen Zeiten als (wieder) werdende Mutter meinen Halt an mir verlor, konnte ich ihn durch ihre Begleitung wiederfinden.


Und genau das ist der Grund, warum ich sie bat, sich mit mir zu unterhalten.

Ganz oben im Text findet ihr das Wort „Tun“. Durch ihr „Tun“ schenkt sie uns Menschen etwas. Während ich diesen Text schreibe, weiß ich, dass sie ihre Arbeit selbst nicht als „Tun“ beschreiben würde. Sondern eher als:


„Ich bin da.“


„Ich bin da. Setz dich zu mir. Ich muss erstmal gar nicht wissen, worum es geht. Setz dich erstmal.“


Und das sagt sie, obwohl wir uns schon gesetzt haben.


Setzen. Körperlich, wie auch emotional. Im Geiste.


Körper, Geist und Seele. Drei Wörter, die uns, wenn wir sie vereinen können, vollständig machen.



Martjes Begleitung beginnt genau dort. Sie hilft uns, unseren Körper, unseren Geist und unsere Seele wieder in den Einklang zu bringen.


Sie beschreibt mir ein Beispiel folgendermaßen:

„Wenn du, als Mutter, siehst, dass dein Kind weint, kann sich innerlich in deinem Kopf oder auch körperlich eine ganze Menge abspielen. Letztendlich weint allerdings nur dein Kind. Es hat nichts damit zu tun, dass du eine schlechte Mutter bist. Es ist nicht deine Aufgabe, dein Kind zwangsläufig zu beruhigen, begleite es bei seinen Emotionen. Sei da. Wirklich da.“


Was Martje uns damit sagen will, ist: Vieles spielt sich in unserem Kopf ab. Wir sind geprägt von all den Erfahrungen, die wir und auch unsere Vorfahren erlebt haben. Was uns vorgelebt wurde. Kinder dürfen nicht schreien, sie sollen ruhig sein. Wenn ich das nicht schaffe, bin ich eine schlechte Mutter.

Diesen aufgebauten Druck lassen wir unsere Kinder spüren. Diese besonders feinfühligen Seelen merken, dass auch die Mama/der Papa ins Wanken gerät. Also muss wirklich etwas in Notlage geraten sein.


Das Kind schreit weiter. Die Situation lädt sich weiter auf.


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„Wirklich da sein.“ – Wie geht das? Innerlich und äußerlich begleiten. Wenn ich nach außen hin ganz ruhig erscheine, aber es innerlich in mir brodelt, wird sich die Situation nicht wirklich verbessern.


Wie erinnere ich mich… „Du bleibst bei ihr, vielleicht nimmst du sie in den Arm, legst die Hand zu ihr oder sitzt einfach daneben. Und sagst 'Ich bin da. Du bist sicher.'“


Co-Regulation nenne sich diese Methode. Selbst die innere Balance finden, um im nächsten Schritt anderen bei der eigenen Regulation helfen zu können.


Ich muss gerade wieder an die Notfallaufklärung im Flugzeug denken: Helfe erst dir, bevor du anderen hilfst. Wenn wir selbst in unserer Mitte sind, können wir auch anderen dahingehend Unterstützung anbieten.


Und genau das ist Martjes Methode: Sie ist da. Begleitet. Hört zu. Unterstützt, bietet an.

Denn: Jede*r von uns hat eine eigene Lebensgeschichte.

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Eigene Erfahrungen, Erlebnisse.


Auch unsere Vorfahren haben ihre eigene Geschichte, die sie aktiv oder passiv an uns weitergeben oder gegeben haben. Wir sind einzigartig in uns und unserer Geschichte.


Das Kinderzimmer

Wenn ihr Kinder habt, könnt ihr euch vielleicht erinnern: Wie musste das Kinderzimmer für euer Baby eingerichtet sein? Gab es bereits eines? Was war darin? Worauf habt ihr besonders geachtet?


Ich kann mich noch sehr gut an Martjes Worte schon damals erinnern: „Eigentlich brauchst du keines. Du

brauchst ein Babybett. Und das Kind braucht dich (euch).“


Je mehr innere Stabilität wir empfinden, desto ungeordneter darf es im Außen sein. Wir wissen, dass wir innerlich in unserer Mitte sind, es ist ok, wenn die Dinge nicht „perfekt“ (was ist das überhaupt?), strukturiert und ansehnlich für die ganze Welt sind. Es verändert nicht in unserem Wert als Mensch. Wir sind genau gut so, wie wir sind. Wir sind einzigartig und wertvoll. Und daran ändert ein nicht vorhandenes Kinderzimmer, ein unordentlicher Flur, ein gebraucht gekaufter Kinderwagen oder ein schreiendes Kind nichts.


Hier war Martje noch einmal wichtig zu erwähnen: „Struktur, Ordnung und Disziplin sind nichts Schlechtes.“ Rituale und ein verlässliches Umfeld unterstützen die Kinder in ihrer eigenen, inneren Stabilität.


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Wir alle besitzen in unserem Nervensystem einen „Toleranzbereich“, in dem wir uns wohlfühlen. In dem wir Energie für schöne, entspannte Dinge haben. In dem wir uns gut und ausgeglichen fühlen.


Für jede*n von uns ist dieser Bereich unterschiedlich weit ausgeprägt. Manche von uns können nervlich sehr viel (was auch immer das schon wieder ist) und andere weniger erfahren, erleben, verarbeiten, ohne, dass sie sich erschöpft oder aufgewühlt fühlen. Unser Nervensystem reagiert dazu noch unterschiedlich stark auf verschiedene Reize, diese „Wohlfühlspanne“ wird also auch noch individuell schnell übertreten.


Sobald sie übertreten ist, sprechen wir häufig von „Stress“. Und ich weiß nicht, wie es euch geht, aber: Wenn ich „gestresst“ bin, kann ich anderen Menschen weniger gut helfen, als wenn ich es nicht wäre.


An dieser Stelle ein weiterer hilfreicher Ansatz in Martjes Methoden:


„Ich unterstütze dabei, das Nervensystem wieder zur Ruhe zu bringen.“


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Es gehe also streng genommen nicht um die Geschichten zu den Gefühlen, wenn natürlich auch diese ein Teil ihrer Begleitung sind, sondern viel mehr um die Emotionen, Verhaltensmuster, körperliche Reaktionen, die daraus entstehen.


„Wie atme ich?“

„Wo spüre ich meine Wut?“

„Wo spüre ich meine Angst?“

„Wie fühlen sich mein Körper, meine Schultern jetzt gerade an?“


Martje hilft uns dabei, den Kontakt zu uns wiederzufinden. Den Körper zu spüren, die Emotionen erkennen, annehmen zu wollen. Ins Spüren zu kommen. Körperlich, geistig, seelisch.

Wieder bei uns anzukommen, bei unserer Mitte. In uns in Balance zu sein. Uns während der Schwangerschaft, nach der Geburt, nach dem Stillen, nach Traumata und in unserem Leben wiederzufinden, wenn wir uns mal verloren haben. Unsere Mitte wiederzufinden.


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Sie erzählt mir von einem Mobilé, das immer dann zum Wanken kommt, wenn etwas Neues herangehängt oder ein Umstand verändert wird. Es schwankt einen Moment, wir justieren uns neu für uns und mit anderen. Dann wird es wieder ruhiger und wir kommen zur Ruhe. Durchatmen. Atmen. Beobachten.


Ein wenig Rütteln gehört wohl zum Leben dazu. Immer mal wieder. Ein Auf und Ab. Aber mit den richtigen Methoden, einer angenehmen Begleitung, unseren eigenen Möglichkeiten und dem eigenen Vertrauen finden wir wieder zu uns.

Zu unserer einzigartigen, bunten, inneren Mitte.


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Danke dir, liebe Martje, für dieses wundervolle, nährende und Energie spendende Gespräch!




Zu Martje und ihrer wundervollen Arbeit findet ihr, wenn ihr dem Link zu ihrer Homepage folgt:


Auf Instagram könnt ihr bald viele spannende und farbenfrohe Beiträge sehen:


Schaut gerne vorbei! Und wenn euch euer Gefühl zu ihr zieht, schreibt ihr eine Nachricht. 😊

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